Akute Zeckenplage - Mix am Mittwoch
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Akute Zeckenplage

Wissenschaftler warnen: So viele Jungtiere in Hessen wie seit Jahren nicht

Ein „Zeckenjahr“ prognostizieren Wissenschaftler unter anderem auch für Hessen. Welche Regionen besonders betroffen sind und wie Sie sich schützen, sagt Mix.

Der Sommer hat auch seine Kehrseiten – und zwar in Form von winzigen schwarzen Tierchen. Kleiner als ein Millimeter, sind Zecken nur als schwarze Punkte erkennbar und werden oft übersehen. Laut Experten des Deutschen Instituts für Infektionsforschung gab es selten zuvor eine derartige Zeckenplage in Deutschland wie in diesem Jahr.

Hochrisikogebiete

Auch die Gefahr einer Übertragung von FSME und Lyme-Borreliose breitet sich bundesweit aus. Teile von Hessen – vor allem der Kreis Offenbach, Main-Kinzig-Kreis und der Landkreis Groß-Gerau – gelten dabei neben dem Süden Deutschlands als Hochrisikogebiete.

So ist der „Gemeine Holzbock“ der Hauptüberträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer viralen Hirnhautentzündung, die tödlich enden kann. Auch die Borreliose wird von dieser Zeckenart übertragen. Während es für die FSME keine Heilung, aber eine vorbeugende Impfung gibt, gibt es für die Borreliose keinen Impfstoff, aber eine Behandlungsmöglichkeit mit Antibiotika.

Wer in Wald und Feld unterwegs ist, der sollte sich schützen. Lange Socken, festes Schuhwerk, keine kurzen Hosen. Ist es dann doch zum Zeckenbiss gekommen, gilt: Je schneller die Zecke entfernt wird, umso geringer ist die Gefahr, an Borreliose zu erkranken. Um einer Hirnhautentzündung vorzubeugen, kann und sollte man sich impfen lassen, so der Appell von Mikrobiologe Dr. Gerhard Dobler vom Deutschen Instituts für Infektionsforschung.

Für die FSME besteht der jahreszeitliche Gipfel in den Monaten Juni–Juli und September–Oktober. Denn dann sind die Zecken hauptsächlich aktiv.