Betrug - Mix am Mittwoch
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Betrug - pink markiert

Betrug

Gauner werden immer dreister – Markierungen an Häusern verraten Details über die Bewohner

Es ist so schamlos, ältere Menschen zu betrügen, und doch vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem nicht von Enkeltricks und falschen Polizeibeamten zu lesen ist.

Von Ulrich Müller-Braun

Schlimm! In der vergangenen Woche haben die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenwohnanlage Spessartweg in Eschborn merkwürdige Zeichen an den Wänden ihrer Häuser entdeckt. Hausmeister und Mitarbeiter der GWE (Gemeinnütziges Wohnungsunternehmen Eschborn) sind der Sache auf den Grund gegangen und haben herausbekommen, dass diese Symbole sogenannte „Gaunerzinken“ sind.
Betrüger und Einbrecher bringen diese Markierungen an, die Einzelheiten über die Bewohner preisgeben. Nicht alle Zeichen konnten identifiziert werden und: Diese Zeichen finden sich natürlich nicht nur an städtischen Wohngebäuden.
Daher sollten alle Bürgerinnen und Bürger immer ein waches Auge haben und vorsichtig sein. Seniorendezernent Helmut Bauch teilte mit, dass alle Hausmeister von städtischen Wohnungen für dieses Thema sensibilisiert sind und künftig genau auf solche Schmierereien an Hauswänden achten. Und er bittet alle Senioren um Vorsicht: „Öffnen Sie nie fremden Menschen die Tür. Egal, mit welchen Begründungen diese versuchen, Sie davon zu überzeugen. Notfalls rufen Sie die Polizei.“
Wobei die Polizei verstärkt gegen Enkeltrickbetrügereien und Aktivitäten von falschen Beamten vorgeht. Im Hochtaunuskreis etwa wurde inzwischen die AG SÄM (Straftaten zum Nachteil älterer Menschen) installiert. Die Arbeitsgruppe widmet sich ausschließlich Straftaten, die im häuslichen Umfeld von Senioren stattfinden. Und das mit besonderem Nachdruck. Dass sich Gauner, wie zuletzt häufig geschehen, als Polizeibeamte ausgeben, schmeckt den echten Polizisten verständlicherweise ganz und gar nicht.