Das stört uns! - Mix am Mittwoch
78852
single,single-post,postid-78852,single-format-standard,edgt-core-1.1.2,ajax_fade,page_not_loaded,,vigor child-child-ver-1.0.0,vigor-ver-1.8.1, vertical_menu_with_scroll,smooth_scroll,fade_push_text_top,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.2.1,vc_responsive

Das stört uns!

Mix-Leser fragen – der OB antwortet

Erfunden haben wir es gemeinsam. Wo der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann auch anzutreffen ist, würden die Menschen gerne beim OB ihre kleinen und großen Sorgen loswerden und Antworten auf ihre Fragen bekommen. Das Problem: Meist reicht die Zeit nicht. Die Lösung: Leser reichen ihre Fragen ein, in Mix beantwortet Feldmann diese.

Carolina Rauschenberg: Ich würde gerne wissen, wie der OB dazu steht, dass im Bereich Nieder-Eschbach/Nieder-Erlenbach ein neues Wohngebiet entstehen soll. Die Mehrheit der Anwohner ist ja dagegen, die SPD dafür. Ich hätte gerne seine persönliche Einschätzung. Danke!

Sehr geehrte Frau Rauschenberg,
wahrscheinlich meinen Sie den Vorschlag zur Bebauung des Pfingstbergs. Diesen habe ich persönlich mit ins Spiel gebracht, um eine Diskussion über einen neuen Stadtteil zu starten. Unumstritten ist die Tatsache, dass wir als wachsende Stadt einen hohen Bedarf an zusätzlichen Wohnbauflächen haben. Deshalb versuchen wir nach wie vor, den Wohnungsbau beispielsweise durch die Umwandlung ehemals gewerblich genutzter Areale oder durch behutsame Aufstockung und Dachgeschossausbau anzukurbeln. Da diese Flächen aber nicht ausreichen werden, brauchen wir einen neuen Stadtteil. Gegenwärtig klären wir im Rahmen der Erarbeitung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts, welches das hierfür am besten geeignete Gebiet ist. Ob dies der Pfingstberg sein wird oder eine weitere andere Fläche? Darauf sollten wir im Laufe dieses Jahres belastbare Antworten bekommen. Wichtig ist für alle, die eine bezahlbare Wohnung in Frankfurt suchen, dass der neue Stadtteil errichtet wird.

Ines Zeum: Ich würde gerne wissen, was der OB gegen steigende Kosten beim RMV tut? Er ist doch im Aufsichtsrat.

Sehr geehrte Frau Zeum,
es ist mein Ziel, durch besondere Angebote den ÖPNV für spezielle Bevölkerungsgruppen bezahlbar zu machen. Schon sehr bald nach meiner Wahl konnte es gelingen, die Preise der Jahreskarten für Frankfurter Schülerinnen und Schüler mit einem zusätzlichen städtischen Zuschuss erheblich zu verbilligen. Damit haben wir in Frankfurt nicht nur Familien entlastet, sondern auch viele neue Fahrgäste gewonnen, wie die Verkaufszahlen zeigen.
Als Nächstes kommt das Schülerticket mit dem Land für 1 Euro pro Tag für das gesamte RMV-Gebiet: Hier setze ich mich schon lange dafür ein, und es wird in diesem Jahr hoffentlich umgesetzt werden. Als einen weiteren Erfolg meiner Arbeit sehe ich, dass es gelungen ist, in den Koalitionsvertrag von CDU, SPD und Grünen zu schreiben, dass es künftig eine echte und auch kostengünstige Seniorenkarte in Frankfurt geben soll. Dazu bedarf es der Zustimmung der anderen 26 Gesellschafter im RMV. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir hier noch in diesem Jahr eine Vereinbarung erreichen werden.

Christin Kaul: Mich interessiert, was gegen die zahlreichen Tauben an der S-Bahn-Station Galluswarte unternommen wird. Die Taubenexkremente verschmutzen sämtliche Gehwege auf dem Weg zur S-Bahn, und ich selber war auch schon Opfer einer Kot-Attacke.

Sehr geehrte Frau Kaul,
der neue Verkehrsdezernent, Herr Stadtrat Oesterling, hat die Frage auch bereits bei der Deutschen Bahn, die Eigentümerin der Brücke, unter der die Tauben nisten, ist, angesprochen. Zurzeit befindet sich das Amt für Straßenbau und Erschließung in Verhandlungen mit der Bahn, um zu einer einvernehmlichen und praktikablen Lösung für das Problem zu kommen.

Anna L.: Ich würde mich sehr freuen, wenn es eine weitere Möglichkeit gäbe, von Frankfurt-Höchst mit einem Ausflugsschiff zu starten. So wie ich informiert bin, fährt die Primus-Linie nur nach Rüdesheim. Dabei gibt es noch viele andere Ziele z. B. die Loreley oder Mainz.

Eine Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe in Frankfurt-Höchst ist grundsätzlich möglich. Die dazu notwendigen Umbauarbeiten können unabhängig von den aktuellen Sanierungsarbeiten der Kaimauer (Spundwand) ausgeführt werden. Allerdings liegt die Entscheidung über den Ausbau des Kreuzfahrtangebots bei den privaten Reedereien.

Hannelore Manke: Ich hätte gern gewusst, warum die Liegenschaft Vatterstraße 7–9 im Riederwald (denkmalgeschütztes Gebäude, ehemaliges Krankenhaus, Umbau in Wohnungen 1985) so vernachlässigt wird. Der Garten wurde 1986 für 250 000 DM wunderschön angelegt. Außer, dass der Rasen ab und zu gemäht wird, verwildert alles. Ein Aufenthalt ist fast nicht möglich, da lose Äste auf den Kopf fallen. Mülltonnen müssen erneuert werden. Der Müllplatz angelegt und abschließbar werden, da Ratten und Mäuse zugange sind. Der Hausflur bedarf eines neuen Anstrichs und einer Grundreinigung (seit 1985 nichts mehr gemacht). Ich könnte noch weitere Ausführungen machen, allein die Probleme mit der Heizung. Anruf beim Liegenschaftsamt – Sie wissen doch, die Stadt hat kein Geld. Wir laden den Herrn Oberbürgermeister gerne zu einer Ortsbesichtigung ein.

Sehr geehrte Frau Manke,
die denkmalgeschützten Häuser Vatterstraße 7–9 wurden 1927 erbaut. Der Mülltonnenstandplatz ist jetzt eingezäunt, so dass nur die Mieter Zugang haben. Ratten sind leider immer wieder ein Problem im Stadtgebiet, bei aktuellem Befall werden selbstverständlich Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen durchgeführt.
Die Heizung war kurzzeitig defekt und es gab Probleme mit einer Heizungsfirma. Diese sind mittlerweile behoben und die Heizung läuft einwandfrei. Die Gartenpflege und die Treppenhausreinigung werden jetzt vom Hausmeister durchgeführt.

Haben auch Sie eine Frage an den OB? Dann schreiben Sie uns diese mit Ihrer Anschrift und mit einem Foto an
service@mixammittwoch.de, Stichwort: Frage an den OB.