Eine abstrakte Gefahr - Mix am Mittwoch
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Eine abstrakte Gefahr

Terroranschlag in Frankfurt zuvorkommen: Betonblöcke schützen den Opernplatz

Nach den mit Lastwagen verübten islamistischen Terroranschlägen in verschiedenen europäischen Großstädten hat der Hessische Innenminister Peter Beuth vor einem Monat einen besseren permanenten Schutz für Innenstädte angemahnt. Eine Meinung, die auch der Frankfurter Magistrat teilt, und nun aus diesem Grund Betonblöcke vor der Alten Oper und Hauptwache aufstellen ließ.

Sicherheitsdezernent Markus Frank: „Mit der Umsetzung dieser Maßnahme gehen wir einen ersten wichtigen Schritt in einem Sicherheitskonzept für unsere öffentlichen Plätze und Fußgängerzonen in Frankfurt.“

Keine Anschlagspläne

Menschenmengen sind als „weiche Ziele“ einer latent hohen Gefährdung hinsichtlich terroristischer Angriffe durch Nutzung von großen Kraftfahrzeugen ausgesetzt. Dies trifft nicht nur auf Veranstaltungen im öffentlichen Raum, sondern auch auf den allgemeinen Geschäftsverkehr und Tagesverlauf zu, wie auch aus jüngster Vergangenheit aus mehreren europäischen Metropolen präsent ist.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill wies darauf hin, dass den Sicherheitsbehörden zwar derzeit keine konkreten Anschlagspläne bekannt seien, unterstrich aber: „Die abstrakte Gefährdungslage ist nach wie vor hoch, so dass es geboten ist, einzelne relevante Örtlichkeiten besonders zu schützen. Ich hatte deshalb meine Fachleute aus dem Bereich Einsatz vor einiger Zeit gebeten, derart besonders gefährdete Orte zu analysieren und Vorschläge zu erarbeiten, wie durch Schutzmaßnahmen die Sicherheit auf öffentlichen Plätzen verbessert werden kann.“

Erste Maßnahmen

Als erste Maßnahme wurden nunmehr mobile temporäre Zufahrtsblockaden an öffentlichen Plätzen und Zufahrten für Fußgängerzonen im Innenstadtbereich eingerichtet. Begonnen wurde an der Zufahrt zum Opernplatz aus Richtung Bockenheimer Landstraße und den Zufahrten zur Freßgass’ und der Hauptwache.

Diese Maßnahmen sehen vor, dass die vorhandenen Betonsperren, die an Silvester die Menschen am Mainufer geschützt haben und zuvor auch im Weihnachtsmarktbereich zum Einsatz kamen, nicht eingelagert, sondern weitergenutzt werden.

Bei der Aufstellung von Zufahrtsperren müssen zahlreiche Randbedingungen beachtet werden, wozu trotz Zufahrtsbeschränkung die Gewährleistung von Feuerwehranfahrts- und Rettungswegen ebenso wie besondere Beschilderungen und Fahrbahnmarkierungen, Befahrbarkeit und Platzverhältnisse für Andienungs- und Baustellenverkehr und Passierbarkeit für Radfahrer und Fußgängerströme gehören. Alle betroffenen städtischen Ämter und Institutionen haben sich hier im Vorfeld abgestimmt und detaillierte Pläne erarbeitet.

„Derzeit kümmern wir uns darüber hinaus um dauerhafte Zufahrtsbeschränkungen an den neuralgischen Orten, die sich auch städtebaulich ansehnlich gestalten lassen. Deren Realisierungsmöglichkeiten unter ingenieurtechnischen Erfordernissen und baulichen Voraussetzungen nehmen allerdings geraume Zeit in Anspruch“, sagten sowohl der Sicherheitsdezernent Frank als auch der Frankfurter Polizeipräsident Bereswill abschließend.