Geschenk in Grün - Mix am Mittwoch
87702
post-template-default,single,single-post,postid-87702,single-format-standard,edgt-core-1.1.2,ajax_fade,page_not_loaded,,vigor child-child-ver-1.0.0,vigor-ver-1.8.1, vertical_menu_with_scroll,smooth_scroll,fade_push_text_top,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.2.1,vc_responsive

Geschenk in Grün

Garten haben, Baum bekommen – so geht das in Frankfurt

Da steht er nun also. Hochgewachsen – die Blätter wehen im Wind und strahlen in einem satten Grün. Mein erster eigener Baum. Und ein ganz besonderer dazu. Denn er war umsonst. Richtig gelesen. Nicht einen Cent habe ich dafür zahlen müssen. Wie das geht? Ganz einfach! Jeder Frankfurter Bürger hat die Möglichkeit, beim städtischen Umweltamt einen „Geschenkten Baum“ zu beantragen. So auch ich, die im Frankfurter Norden beheimatet bin.

Der erste Schritt ist, eine Bestellkarte auszufüllen. Diese lässt sich einfach online auf www.frankfurt.de, Stichwortsuche: „Der geschenkte Baum“ runterladen. Alternativ kann man dem Umweltamt eine Mail an umwelttelefon@stadt -frankfurt.de schreiben.

In meinem Fall kam die Zusage ganz rasch per Mail. Also habe auch ich nicht lange gezögert und bin in die nächstgelegene Baumschule gefahren. Zugegeben: Die ganz große Auswahl hat man beim geschenkten Baum nicht, denn es werden nur Laubbäume gefördert, da diese für den Naturhaushalt in der Stadt wertvoller seien als Nadelbäume.

Dennoch fiel mir die Entscheidung nicht leicht. Schließlich ist auch die Auswahl an Laubbäumen nicht gerade gering. Und hat man einen so kleinen Garten wie ich, dann kommt nicht unbedingt jedes Gewächs infrage, will man es sich nicht mit den Nachbarn verscherzen. Denn auch das sieht das Merkblatt des Umweltamts vor. Kleinwüchsige Bäume sollten zwei Meter Abstand zum Nachbarn haben, großwüchsige sogar vier Meter.

Also habe ich mich mit Blick auf meinen nicht einmal 30 Quadratmeter großen Garten für einen Kugel-Amberbaum entschieden und für knapp 500 Euro gekauft. Genau bei dieser Summe liegt auch das Maximum, welches der geschenkte Baum kosten darf.

In der Baumschule in der benachbarten Wetterau wurde uns geraten, den Baum im Frühjahr anzupflanzen und das an einem möglichst windgeschützten Ort, um das zarte Hochstämmchen mit der doch üppigen Blattkrone gegen Windbruch optimal zu schützen. Ein zusätzlicher Pfosten sichert das Gewächs vor dem Wind.

Die Rechnung habe ich anschließend an das Umweltamt geschickt – und siehe da, bereits nach einigen Tagen habe ich das Geld für meinen ersten Baum erstattet bekommen. Die Kosten für Pflanzpfähle, Bindestrick und Pflanzerde wurden ebenfalls von der Stadt übernommen. Eine tolle Aktion, die wirklich und einfach funktioniert. Nachmachen lohnt sich also!

Ein Erklärfilm ist unter http://youtu.be/N1YQPYbzUbQ zu sehen.