Mit dem OB auf Zeitreise - Mix am Mittwoch
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Mit dem OB auf Zeitreise

20 Mix-Leser erlebten eine besondere Premiere: mit Peter Feldmann ins Museum.

Oberbürgermeister Peter Feldmann in seinem „zweiten“ Element.

20 Mix-Leser erlebten mit Oberbürgermeister Peter Feldmann eine ganz spezielle Führung durch das Historische Museum; Fotos: Ulrich Müller-Braun

Allein das 70 Quadratmeter große Frankfurter Modell ist einen Besuch des Museums wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Frankfurter sollte ein Besuch eigentlich zum Pflichtprogramm gehören, aber auch der Eingeplackte wird überrascht: Das neue Historische Museum zwischen nördlichem Mainufer und Römerberg präsentiert satte 800 Jahre Stadtgeschichte und ist damit eines der größten Stadtmuseen Europas.

Wer noch dazu den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann als wenig staatstragenden Museumsführer an seiner Seite weiß, kann sicher sein, auch zwischen den Exponaten eine Menge Wissenswertes über die Stadt zu erfahren. Peter Feldmann gehört schließlich zu den bekennenden Liebhabern der Stadt und lässt kaum eine Gelegenheit verstreichen, die tief verwurzelte Internationalität der Menschen in dieser Stadt, das ihnen in die Wiege gelegte Aufbegehren gegen jedwede Form von Obrigkeit und den tiefen Hang zum Handel mit aller Welt herauszustellen.

Aus gutem Grund, wie auch die 20 Mix-Leser, die der Frankfurter OB jetzt durch das Historische Museum führte, schnell feststellen konnten: Genau an diesen drei Werten nämlich machen sich, unterm Strich betrachtet, die oben genannten 800 Jahre Stadtgeschichte fest. Bis heute. Mit Einschränkung. Wer heute in der Hauptwache hockt, sitzt nicht wie anno 1848 wegen seines revolutionären Aufbegehrens ein, sondern beim Kaffee.

Die ganz speziell von Peter Feldmann ausgesuchte Führung spannte einen Bogen von der frühen Stauferzeit mit dem bei Museumsbauarbeiten gefundenen und freigelegten Stauferhafen aus der Zeit von Friedrich Barbarossa über die Entwicklung zum Handels- und Messestandort bis hin zum 70 Quadratmeter großen künstlerischen Modell der Stadt der Gegenwart, das eigens für das Museum angefertigt wurde. Das Besondere: Es zeigt Frankfurt, wie es die Frankfurter aller 42 Stadtteile 2015 beschrieben haben.

Umgesetzt wurden die gesammelten Stadt-Ansichten von dem niederländischen Künstler Hermann Helle und seinem Team. Das Modell besteht aus Frankfurter Fundstücken und Alltagsgegenständen und präsentiert die gelebte Stadt. Ein Tipp: Allein dort kann man stundenlang auf Entdeckungsreise gehen.

Aber auch das NS-Regime ließ Peter Feldmann auf seinem Rundgang nicht aus. Im Mittelpunkt: Der Häftlingsmantel des polnischen Apothekers Kojer, der im September 1944 mit 1000 anderen Menschen aus Warschau von der SS in das KZ „Katzbach“ in den Adlerwerken verschleppt wurde und die Schikanen und menschenunwürdigen Bedingungen im Gegensatz zu 528 anderen überlebte.

Keine Frage: Das Historische Museum Frankfurt hat sich vom Fachmuseum für Geschichte zum Stadtmuseum der Mainmetropole gemausert. Im Oktober 2017 wurde das neue Ausstellungshaus mit den Dauerausstellungen Frankfurt Jetzt! und Frankfurt Einst? eröffnet, zusammen mit dem neuen Eingangsbau und seinen Auftaktausstellungen Stauferhafen und Große Schneekugel.

Es ist ein Ort der Information, Reflexion und Diskussion über Frankfurt und bietet differenzierte Erklärungen und Hintergründe der städtischen Geschichte an. Als Forum für die wichtigen Themen der Stadtgesellschaft trägt es zur Verständigung über die Gegenwart und Zukunft der Stadt bei. Das Museum reagiert mit seinen Sammlungen, Ausstellungen und Veranstaltungen ebenso auf die Gegenwart, wie es zukunftsbezogene Fragen stellt.

Und weil es sich bewusst an die zahlreichen Neubürger aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt, an die internationalen Gäste am Messestandort und Verkehrsknotenpunkt Frankfurt und an die Kinder richtet, zog es auch die Mix-Leser, die nicht nur aus Frankfurt, sondern auch aus dem Taunus kamen, in den Bann.

Mehr noch: Auch wenn es nicht immer der Oberbürgermeister persönlich sein kann, wird sich sicher für einige der Leser die eine oder andere Stippvisite im Historischen Museum anschließen. Zu entdecken gibt es vieles.