Mobbing am Arbeitsplatz - Mix am Mittwoch
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Mobbing am Arbeitsplatz

Jeder neunte Erwerbstätige muss dumme Sprüche und Beleidigungen ertragen

Keine Frage, der Job sollte Spaß machen. Doch kaum auszuhalten ist es für Betroffene, wenn sie einer dauerhaften Schikane durch Mitarbeiter und Vorgesetzte ausgesetzt sind. Um von Mobbing zu sprechen, muss das Opfer mindestens einmal wöchentlich über einen Zeitraum von einem halben Jahr psychisch oder physisch drangsaliert worden sein.

Zahlen belegen, dass jeder Neunte im erwerbsfähigen Alter mindestens einmal im Verlauf der Erwerbstätigkeit gemobbt wird. Darauf weist der Verband Pro Psychotherapie e. V. hin. Kontakt- und Informationsverweigerung, Angriffe auf Ansehen und Leistungsfähigkeit sowie Androhung sexueller oder körperlicher Gewalt zählen zu den typischen Verhaltensweisen des Mobbers. Je nach Hierarchieebene und Offensichtlichkeit werden die verschiedenen Mobbingarten Bossing, Staffing und Straining unterschieden.

Da Mobbing in erster Linie eine hohe Stressbelastung darstellt, rufen alle Formen bei von Mobbing betroffenen Personen körperliches und seelisches Unwohlsein oder chronische Krankheiten hervor. So leiden Mobbingopfer unter Angespanntheit, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS).

Es gibt verschiedene Verhaltensstrategien für Mobbingopfer, um den Schikanen ein Ende zu setzen. Ein erster Schritt ist ein klärendes Gespräch mit dem Mobber. Sollte der Betroffene nicht in der Lage sein, die Situation eigenständig zu meistern, können firmenintern Kollegen oder der Betriebsrat Hilfestellung leisten. Auch außerbetriebliche Unterstützung durch Freunde, Selbsthilfegruppen oder verschiedene Coaching-Ansätze können Erfolg bringen. Wenn die Belastung jedoch zu groß wird, müssen Profis ran. Dann sollte in jedem Fall eine psychologische Beratung in Anspruch genommen werden. Eine falsche Scham ist fehl am Platz. red