Per Du mit dem Chef - Mix am Mittwoch
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Unternehmen wandeln sich und setzen zunehmend auf flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien und eine neue Duz-Kultur.

Per Du mit dem Chef

Studie zeigt: Jede dritte Fachkraft in Deutschland duzt alle Kollegen

Du oder Sie? Wie soll man den Chef und die neuen Kollegen bloß ansprechen? Ein Blick in die Statistik hilft und zeigt: In den meisten Unternehmen gibt es eine Mischkultur je nach Funktion. Knapp Zweidrittel (63 Prozent) der deutschen Fachkräfte sind mit einigen Kollegen per „Du“, während sie die Führungsebene mit „Sie“ ansprechen. Bei Arbeitgebern mit 1000 bis 5000 Mitarbeitern steigt der Wert sogar auf 70 Prozent. Jede dritte Fachkraft in Deutschland duzt sogar alle Kollegen – vom Azubi bis zur Geschäftsführung. In deutschen Unternehmen wird also nicht gesiezt. Das „Sie“ scheint langsam auszusterben. Immer mehr Unternehmen wollen Entscheidungen schnell und dezentral treffen. Dafür setzen sie vermehrt auf flache Strukturen und eine Duz-Kultur.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Online-Jobplattform StepStone und der Personal- & Managementberatung Kienbaum. Sie haben untersucht, wie die Arbeitswelt von heute tickt.

Wie sieht es zum Beispiel aus, wenn man sich fragt, ob deutsche Unternehmen intensiv auf die Ideen ihrer Mitarbeiter setzen? Finden diese Berücksichtigung oder werden sie übergangen? Laut der Studie geben nur 26 Prozent der befragten Führungskräfte an, das Einbringen von Ideen und Verbesserungsvorschlägen durch die Mitarbeiter werde von der Führung aktiv gefördert – fragt man die Fachkräfte, teilen nur 18 Prozent diese Einschätzung. Dennoch ist die Behauptung, dass Ideen der Mitarbeiter aufgegriffen werden, sicherlich nicht völlig falsch – es gibt hier aber eindeutig noch mehr Potenzial.

Ein klares Bild herrscht auch, wenn es um die Zuständigkeiten in der Berufswelt geht. Um den Entscheidungsakt und damit die Produktivität zu erhöhen, setzen viele Unternehmen auf flache Strukturen und schnelle Entscheidungswege. Das bedeutet aber nicht, dass die Mitarbeiter einen Vorgesetzten ablehnen, der klare Ansagen macht. Im Gegenteil: Die Mehrheit wünscht sich einen solchen Chef. Und Vorgesetzte sind für das persönliche Empfinden von großer Bedeutung: Neun von zehn Fachkräften meinen, dass ein guter Chef wichtig für ihre Jobzufriedenheit ist. red