Wäldchestag - drei Varianten - Mix am Mittwoch
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Frankfurt am Main, 08.06.2014, Stadtteil Niederrad / Sachsenhausen, Am Oberfortshaus, Wäldchestag. Hier: Kettenkrussell. Foto und Copyright by Rainer Rüffer (Rueffer), Frankfurt am Main, E-MaiL: rainer.rueffer@gmail.com, Tel-Mobil: (0171) 8406196. Veröffentlichung nur gegen Honorar und Beleg.

Wäldchestag – drei Varianten

Dieter Schönwies

Sie führen in Ihrem Artikel „Der Wald ruft“ zwei Varianten des möglichen entstehens des Wäldchestages auf. Es gibt auch eine dritte. Die ich als Kind vor Jahrzenten im Heimatkundeunterricht gelernt habe und die auch heute bei WIKI nachzulsenen ist. Nachfolgend aus WIKI kopiert: Außer dem mittelalterlichen Bäckertanz und dem Kühtanz gab es noch einen dritten Anlass für ein Volksfest, nämlich die alljährliche Holzzuteilung an die Bürger. Der Stadtwald gehörte seit 1372 der Stadt Frankfurt, als Kaiser Karl IV. ihr zur Tilgung seiner Schulden Teile des Königsforstes Wildbann Dreieich abtrat. Seitdem war es den Frankfurtern an diesem Tag offiziell erlaubt, im Wald Holz für den Winter zu sammeln. Nach einer anderen Lesart fanden an diesem Tag Brennholzversteigerungen statt, und das Fest stellte den gemütlichen Teil nach deren Abschluss dar.

Vermutlich brachten sich die Frankfurter Bürger und ihre Bediensteten, die am Wäldchestag in den Stadtwald zogen, Speisen und Getränke von zuhause mit. Wann aus diesem Brauch ein ausgelassenes Fest wurde, ist nicht genau bekannt. Die ältesten literarischen Erwähnungen stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert. 1802 dichtete ein unbekannter Frankfurter ein Spottgedicht auf die Schwärme von Menschen, die sich am Wäldchestag im Wäldchen tummeln, als ob es nur an diesem Tag etwas zu essen gäbe, und dabei verschwenden würden, was sie das ganze Jahr über mühsam erspart hätten.